Nach und nach lasse ich von jedem meiner Hunde den DNA-Test "LaboGenetics XXL-Hund" der Firma Laboklin erstellen.
Hier wird die DNA des jeweiligen Hundes auf das Vorhandensein von Erbmerkmalen (Genmutationen) hin untersucht, die für diverse Krankheiten verantwortlich sind. Getestet wird hier jeder Hund auf alles, was bislang möglich ist, wobei von den Hunderten von Varianten, allerdings nur 12 davon rassespezifisch für den Deutschen Spitz sind.
(Der komplette XXL-Test ist übrigens billiger , als wenn man die besagten 12 spezifischen Tests einzeln in Auftrag geben würde.)
Das heißt, meine Hunde werden auch getestet auf Krankheiten, die z.B. nur beim Dobermann, nur beim Labrador oder nur beim karelischen Bärenhund vorkommen...
Ob das alles so sinnvoll ist, das weiß ich nicht.
Aber immerhin sind da jene 12 Varianten, die auch beim Deutschen Spitz vorkommen können. Hier unterscheidet sich, im Ergebnis, ob der Hund reinerbig oder mischerbig für diese Mutation ist. Reinerbig, also homozygot bedeutet, dass der Hund definitiv die entsprechende Krankheit bekommen kann (aber nicht muss). Mischerbig, also heterozygot bedeutet, dass er lediglich Träger der Genmutation ist. Und hier unterscheiden wir wiederum zwischen dominantem und rezessivem Erbgang. Ist das Tier Träger einer Mutation mit dominantem Erbgang, kann es erkranken, obwohl es nicht reinerbig dafür ist. Beim rezessiven Erbgang ist alles halb so schlimm, denn dann trägt es zwar diese Anlagen in seinem "Gen-Köfferchen" mit sich herum, erkrankt aber definitiv nicht daran. Hier muss man dann aber darauf achten, dass bei der Verpaarung eines solchen Hundes der jeweilige Partner die Genmutation nicht trägt. Ein Teil der Nachkommen wäre dann mischerbiger Träger und ein Teil reinerbig...
Es ist ein wenig kompliziert, aber es ist hilfreich für uns Züchter, da wir so Vieles ausschließen können.
Der Deutsche Spitz ist eigentlich eine recht robuste und wenig krankheitsanfällige Rasse.
Bis vor Kurzem gab es diese ganze Diagnostik noch nicht, und viele Züchter haben, über unzählige Generationen hinweg, unzählige gesunde und wundervolle Spitze gezüchtet. Deshalb lehnen viele Züchter diese ganze Testerei auch ab. "Wer viel sucht, der findet auch viel!" wird hier nur allzu gerne gesagt, und eigentlich ist das irgendwo auch wahr.
Trotzdem möchte ich persönlich alle Möglichkeiten nutzen, die die moderne Diagnostik uns bietet...
Und hier zeige ich dann einfach mal die für den Spitz relevanten Ausschnitte aus den originalen Test-Ergebnissen.
Die ganzen anderen Tests, auch die für Dackel-, Schnauzer- und Dinosaurierkrankheiten, lasse ich weg. Das nimmt viel Platz in Anspruch und ist völlig überflüssig.
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