Bei Interesse an einem Hundekind aus unserer Zucht meldet Euch ruhig schon beizeiten.
Wir können gerne jederzeit einen Kennenlerntermin vereinbaren, damit Ihr Euch einen Eindruck von unserer Zuchtstätte und unserer lustigen Spitzrotte verschaffen könnt.
Anfragen bitte per Mail an
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Gisela und Pickett
(Rosepoint´s Cute Little Fellow) haben geheiratet. Wir erwarten den Nachwuchs Mitte Juli 2026.
"Pickett"
"Gisela"
Denen, die sich etwas mit den Zuchtregeln im Verein für Deutsche Spitze (VDH) auskennen, wird gleich auffallen, dass diese Verpaarung außergewöhnlich ist. Bislang ist es nämlich so, dass die
sogenannten "Altfarben", also Weiß, Schwarz und Braun, nur "farbrein" gezüchtet werden dürfen. Das heißt im Klartext, dass man weiße nur mit weißen Spitzen verpaaren darf und Schwarze und Braune
nur mit Schwarzen und/oder Braunen.
Da aber gerade die altfarbenen Klein- und Mittelspitze als besonders gefährdete Rassen eingestuft werden, hat der Verein vor einiger Zeit ein Sonderzuchtprogramm ausgearbeitet, was,
in bestimmten Fällen und nach begründetem Antrag und Genehmigung durch den Verein die Verpaarung von altfarbenen Spitzen mit anderen Farben erlaubt. Das heißt aber nicht, dass hier nun wild
drauf los verpaart wird, sondern eine solche Sonderzuchterlaubnis bekommt man nur, wenn man die Farbgenetik beider Hunde mittels DNA-Test darlegen und die Zweckmäßigkeit bzw. das angestrebte
Zuchtziel begrünen kann.
Die Kombination Gisela x Pickett ist einfach perfekt. Die beiden sind in keinster Weise miteinander verwandt, sind beide kerngesund (XXL-DNA-Tests vorhanden), haben beide, jeder auf seine Art, ein angenehmes Wesen und Temperament und sind vom Typ her sehr ähnlich. Sehr interessant ist die Fülle der möglichen Farben, die hier fallen können. Die Kinder dieses Traumpaares können nicht nur weiß oder schwarz werden, sondern auch "neufarben" (z.B. black & tan, sable...). Und so bin ich gespannt, wie ein Flitzebogen, auf diesen kunterbunten Wurf.
Dazu kommt noch, dass die Zwei einander auf Anhieb mochten. Schon bei ihrem ersten Treffen waren sie regelrecht verrück nach einander, konnten es nicht abwarten, Hochzeit zu feiern. Und das ist immer ein gutes Zeichen. Bei allem, was wir Menschen heute kennen und können, bei all den vielfältigen Möglichkeiten modernster DNA-Diagnostik und dem Wissen erfahrener Züchter um die Vererbung bestimmter Merkmale hat immer noch die Natur ein entscheidenes Wörtchen mitzureden. Tiere besitzen Instinkte, die uns Menschen weitestgehend abhanden gekommen sind. Sie scheinen selbst am besten zu wissen, welcher Partner zu ihnen passt oder nicht. Manchmal kommt es vor, dass eine - aus Menschensicht - erstklassige Verpaarung nicht zustande kommt, weil die Hunde einander verschmähen oder zumindest einer von beiden den Anderen einfach nicht möchte. Dann soll es halt nicht sein! Dann passt da irgendetwas nicht, wovon wir nichts wissen. Die Tiere aber spüren es. Und auf diesen Instinkt sollten wir vertrauen. Menschen sind oft so überzeugt von ihrem vermeintlichen Wissen, dass sie blind für alles werden, was "Mutter Natur" ihnen, teilweise unübersehbar, direkt vor die Füße wirft. Da werden Verpaarungen erzwungen, künstliche Besamungen vorgenommen und was weiß ich nicht alles, und wenn das Ergebnis am Ende nicht zufriedenstellend ist, kommt kein Mensch auf die Idee, dass man besser auf das Tier hätte hören sollen. Ich lehne all diese Praktiken ab und bin jedes Mal froh, wenn ich sehe, dass meine Mädels den von mir ausgewählten Partner auch wirklich wollen. Dann wird alles gut. Und so, wie Gisela und Pickett aufeinander geflogen sind, muss es sogar besonders gut werden. Ich bin gespannt und voller Vorfreude!
Als nächstes strebe ich einen Wurf mit meiner Rübe an. Einen schönen Mittelspitz-Rüden hab ich auch schon gefunden. Jetzt müssen sie einander nur noch mögen...
Warten wir es ab.
Auch meine Gesine soll noch einmal Babys haben, aber das hat Zeit. Auch hier habe ich bereits konkrete Pläne, was ihren zukünftigen Partner betrifft.
Warten wir es ab.
Mit Scully habe ich auch schon konkrete Pläne, für einen dritten und letzten Wurf. Jedoch kann es sein, dass sich da noch etwas ganz anderes ergibt. Ich warte es ab.
Wie ich ja an anderer Stelle bereits erwähnt habe, ist der Deutsche Spitz mittlerweile ernsthaft vom Aussterben bedroht. Die Welpenzahlen gehen immer mehr zurück, viele Züchter geben auf. Aber
woran liegt das? Ich denke, ein Grund dafür ist mit Sicherheit die Tatsache, dass "gutes Zuchtmaterial" so schwer zu bekommen ist. Als Spitzzüchter muss man sich ganz besonders bemühen, um gute
Hunde bzw. einen adäquaten Partner für seine Hunde zu finden. Zum Glück ist diese Rasse recht robust und gesund, aber dafür eben extrem selten. Gute Tiere sind schwer zu bekommen, und dann
sollten sie möglichst nicht miteinander verwandt sein oder nur ganz entfernt. Da muss unsereins dann schon einmal den Koffer packen, um mit der läufigen Hündin einen weit entfernt lebenden Rüden
aufzusuchen. Das ist zeitaufwendig, teuer, und die Familie/der Partner muss mitspielen, sonst wird das nichts. Und dann kann es noch passieren, dass man Tausende von Kilometern fährt, und die
beiden Hunde mögen einander nicht. Das habe ich auch schon erlebt. Manchmal findet ein Deckakt statt, aber die Hündin bleibt "leer", wie wir Züchter sagen. Auch das hatten wir schon. Andere
Rassen sind einfacher zu züchten, denn man hat viel mehr Auswahl, wenn es um potenzielle Partner für die eigene Hündin geht. Da findet sich unter Umständen sogar ein passender Rüde ganz in der
Nähe.
Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass der Deutsche Spitz absolut kein Modehund ist. Wohlgemerkt, ich rede hier nicht vom Pomeranian, der heutzutage in großer Anzahl anzutreffen ist,
leider meist aus schlechter Aufzucht, vom Hinterhofvermehrer oder Händler gekauft und oft auch sehr krank, da sie aus Massenproduktion stammen, verantwortungslos und profitorientiert... Aber
lassen wir das. Ich rede/schreibe hier vom Deutschen Spitz, der Gott sei Dank (!!!) bislang eher ein vierbeiniges Nischenprodukt ist, also eine Rasse, die in kleiner Zahl gezüchtet wird, für eine
kleine, klar definierte Zielgruppe. Diese Hunde haben ihre Liebhaber, die die Vorzüge der Rasse kennen und lieben und dann ganz gezielt nach einem soliden Züchter Ausschau halten, der ihnen einen
schönen, gesunden und wesensfesten, rassetypischen und ursprünglichen Spitz anbieten kann. Und diese Menschen suchen kein Statussymbol. Sie wollen den Hund als Kameraden, als Familienmitglied,
als treuen Begleiter und nicht als modisches Accessoire. Ich habe zwar den Eindruck, dass die Zahl der Spitz-Fans größer wird, und es gibt auch immer genug Interessenten, aber die Zahl derer, die
einen echten, Deutschen Spitz wollen, ist im Vergleich zu der Anzahl derer, die z.B. einen Pomeranian, eine Französische Bulldogge oder einen Labrador möchten, verschwindend gering. Es ist also
einfacher, in vielerlei Hinsicht, eine sehr populäre Rasse zu züchten, als so einen plüschigen Dinosaurier, so einen unspektakulären, bodenständigen und wenig glamourösen Hund, der zwar auf eine
lange Geschichte (als älteste Hunderasse) zurückblickt, aber einfach nicht das schmückende i-Tüfelchen ist, das man einfach haben muss, um "top in fashion" zu sein. Da reißen sie einem
nämlich die Welpen geradezu aus den Händen und zahlen nahezu jeden Preis dafür, ohne große Ansprüche zu stellen. Hauptsache, man hat so einen Hund, der jetzt gerade modern ist.
Manche Züchter haben auch aus Altersgründen aufgehört, und niemand hat ihre Zucht weitergeführt. Aber wie auch immer und warum auch immer, eins steht fest: Der Deutsche Spitz ist eine Rarität,
und einen zu finden ist nicht leicht, besonders, wenn er wirklich etwas taugen soll.
Und aus diesem Grunde ist es extrem wichtig, lange im Vorfeld zu planen, welche Hunde man miteinander verpaaren möchte. Hier ist nicht allein das Aussehen wichtig, sondern man muss Ahnentafeln
studieren und vergleichen, sich bereits vorhandene Nachkommen der eventuell in Frage kommenden Hunde anschauen, Gespräche führen, Gesundheitszeugnisse, DNA-Tests etc. anfordern und durchchecken,
Konditionen aushandeln und und und. Man sollte im Voraus wissen, wie man dort hin kommt, wo man ggf. übernachten kann (mit Hund), wann der Besitzer evtl. verreisen wird o.ä. und so vieles mehr.
Es gibt nichts Blöderes, als wenn die Hündin läufig wird, man zum Progesterontest fährt und der Tierarzt einem sagt, dass es in den nächsten Tagen so weit sein wird, dass der richtige Zeitpunkt
für den Deckakt da ist, und dann fängt man an, Hals über Kopf, nach einem passenden Rüden zu suchen bzw. fragt spontan irgendwo nach, wo man meint, den richtigen gefunden zu haben. Dann kann es
nämlich sein, dass man ganz dumm aus der Wäsche schaut, wenn sich dann, so auf die Husche, nichts Adäquates findet oder der Wunsch-Rüde gerade anderweitig deckt oder gar nicht mehr zur Verfügung
steht oder oder oder. Man sollte, gerade bei der Zucht seltener Rassen, auch darauf achten, dass nicht zu viel Verwandtschaft erzeugt wird. Das heißt dann u.U. auch, dass ich z.B. einen Rüden ins
Auge gefasst hatte, der aber nun bereits drei Hündinnen hintereinander gedeckt hat, so dass ich, würde ich ihn auch noch in Anspruch nehmen, quasi Halbgeschwister der Welpen dieser anderen
Züchterkollegen bekommen würde. Das erscheint im ersten Augenblick nicht weiter tragisch, solange alle diese Welpen aus Verpaarungen mit einem möglichst geringen Inzuchtkoeffizienten
stammen, gesund und munter sind und ihren späteren Besitzern Freude machen, ist aber, was die Erhaltung der Rasse betrifft, eine Katastrophe, denn wir benötigen die genetische Vielfalt. Da
auch immer wieder einzelne Tiere zur Weiterzucht eingesetzt werden, sollte man unbedingt bemüht sein, Verpaarungen vorzunehmen, aus denen Hunde entstehen, die mit den anderen Spitzen möglichst
wenig verwandt sind. Dafür ist es notwendig, offen miteinander zu kommunizieren, und für den Fall, dass irgendein Umstand die Pläne durchkreuzt, sollte man immer noch ein zweites Ass im Ärmel
haben. Das ist alles nicht so einfach. Manchmal kommt es auch ganz, ganz anders, als geplant. Dann muss man umdisponieren. Dann fängt man wieder ganz von vorne, liest Stammbäume, bis man dicke
Augen hat, fragt nach, plant...
Manches Mal kommt einem dermaßen etwas in die Quere, dass die Hündin in dieser Hitze nicht belegt wird. Dann muss man geduldig sein. Aber bevor man zweitklassigen Nachwuchs erzeugt, lässt man es
lieber erst einmal sein und hofft auf einen späteren Zuchterfolg.
Aus diesem Grunde kann es schon einmal vorkommen, dass ich hier schreibe, dass ich die ein oder andere Hündin belegen lassen möchte, es aber dann erst einmal doch nicht tue. Über die zukünftigen Partner meiner Mädels schreibe ich hier auch nichts Konkretes, da sich das jederzeit ändern kann. Manches Mal fand ich einen Rüden ganz toll, habe ihn dann aber in Natura gesehen und mochte ihn nicht oder meine Hündin mochte ihn nicht oder plötzlich tauchte irgendwo ein anderer, vielversprechender Nachwuchsrüde auf...
Das Leben schreit nach Veränderung.
Fakt ist, dass man stets auf dem Laufenden sein muss, was die Verfügbarkeit von geeigneten Hunden betrifft und schon frühzeitig alles Notwendige abklärt.
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